Wie verhält sich ein Chauvi

Rücksichtslos und ichbezogen, so verhält sich ein echter Chauvi. Er definiert sich selbst als überlegen, er hält sich für den Besten seiner Gruppe. Am liebsten umgibt er sich mit Seinesgleichen, wenngleich es auch nicht viele gibt, die ihm das Wasser reichen können. Ein schwaches Selbstbewusstsein kann ihm nicht nachgesagt werden, dem Schürzenjäger erster Güte.

Geschichtliche Entwicklung

Ein Chauvi am Steuer

Ein Chauvi am Steuer

Namensgeber soll laut einer Legende ein übereifriger, französischer Rekrut gewesen sein, der unter Napoleon diente. Sein Patriotismus galt als fanatisch, sein Idealismus als leidenschaftlich, er wurde im Krieg schwer verletzt und verstümmelt, Napoleon würdigte seinen aufopfernden Einsatz mit einem Ehrensäbel. Bis circa 1970 wurde der Begriff Chauvinismus für Menschen mit stark nationalistischer Grundeinstellung benutzt, die Frauenbewegung der 70er Jahre prägte den Begriff Chauvi für Männer, die Frauen mit sexistischen Sprüchen und aggressivem Gebaren zurück an den Herd drängen wollten.

Bekannte Chauvis

Die Geschichte weist viele einflussreiche und beliebte Chauvis auf, die an die Überlegenheit des Mannes gegenüber dem weiblichen Geschlecht festhielten. Ihre Ansichten schlugen sich in ihren Arbeiten nieder, gern werden sie auch heute noch zitiert. Berühmte und bekennende Chauvis waren beispielsweise: William Shakespeare, Martin Luther und Sigmund Freud.

Typische Eigenschaften eines Chauvis

Auch wenn seine Umgebung es vielleicht ganz anders sieht, der Chauvi selbst hält sich immer für:

  • erfolgreich
  • intelligent
  • gut aussehend
  • potent
  • sportlich

Statussymbole unterstreichen seine Überlegenheit, der Chauvi liebt protzige Autos, teure Uhren und Markenkleidung. Frauen sieht er als Trophäen, sie sind schmückendes Beiwerk und müssen vor allem gut aussehen. Gefühle zu zeigen ist etwas für Schwächlinge. Ein richtiger Chauvi weiß, dass Frauen bei ihm Schlange stehen, wenn er die Frauen schlecht behandelt, wenn er sie warten lässt, lügt und betrügt. Der Chauvi ist sich selbst der Nächste, er ist das Zentrum, um das sich alles dreht. Die anderen haben sich nach ihm zu richten und dürfen sich gern an ihm orientieren.

Der weibliche Chauvi

Frauenfeindliche Frauen, kann es das geben? Zuhauf, Umfragen zeigen immer wieder, dass viele Frauen sich selbst als das schwache Geschlecht bezeichnen und Männer für prinzipiell stärker, klüger und selbstbewusster halten. Der prozentuale Anteil an Frauen in Führungspositionen zeigt, dass auch Frauen männlichen Vorgesetzten immer noch mehr zutrauen. Doch weibliche Chauvis gehen weiter: Sie nehmen sich selbst zurück und gehen ganz in ihrer Rolle auf, sie erscheinen in Gestalt der unauffälligen Frau im Hintergrund, die dem erfolgreichen Mann den Rücken stärkt.

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